Fitness ist,
wenn der Körper kann,
was der Kopf will
Statt Gesundheit nur Krankheit reformiert
Der Berg kreißte und gebar eine Maus. Die Regierung zankte und reformierte die Krankheits-Kosten-Verwaltung.
Der Ausspruch des römischen Dichters Horaz (65 – 8 v. Chr.) hat seit 2000 Jahren seine Gültigkeit. Die sogenannte Gesundheitsreform der deutschen Bundesregierung wird nicht mal 20 Jahre überdauern, da braucht man kein Prophet zu sein. Denn am Zustand der Gesundheit des Volkes wird das 180 seitige Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung nichts ändern. Es werden ja nur Kosten gespart oder von einem Konto auf das andere verschoben.
Am Ausmaß der selbst verursachten Krankheiten, die Fachleute auf 75 % aller medizinischen Dienstleistungen taxieren, wird sich nichts ändern. Die Raucher, Trinker, Faulenzer der Nation sind ja nicht mal aufgefordert worden, ihre Gesundheit nicht vorsätzlich oder fahrlässig auf Kosten der Allgemeinheit zu ruinieren.
Fitnessmuffel verursachen hohe Kosten
Bewegungsmangel kommt uns alle teuer zu stehen, haben Forscher des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf festgestellt. Im Rahmen der NAKO-Gesundheitsstudie haben sie an 157.648 Deutschen den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und den Kosten für medizinische Behandlungen, Kranken-Tage, vorzeitigen Renteneintritt und Verluste an Produktivität untersucht.
Weil sich die Ergebnisse aus den Eigenangaben der Teilnehmenden ergaben, wurde darauf verzichtet, die Schadenssumme der körperlichen Bequemlichkeit in Euro und Cent zu ermitteln. Immerhin lagen der Bewertung die Aktivitätslevel der WHO (Weltgesundheits-Organisation) zugrunde.
Jetzt sollen weitere Studien die Befunde konkretisieren. Und hoffentlich zu geeigneten Maßnahmen führen, ist zu wünschen. Wie wärs mit einer „Faulheits“-Steuer und einem Fitness-Bonus?
Tracking motiviert zum Training nicht
Sie messen Schritte, Kalorien, Schlafstunden und, und und. Aber für die Fitness bringen Activity-Tracker weniger als gedacht. Viele Nutzer legen die Dinger nach wenigen Monaten wieder ab, haben Forscher der TU Chemnitz ermittelt. Die Gründe sind vielfältig: Wer nur noch für seine Tracker-Ziele trainiert und nicht zum eigenen Nutzen, der schnallt das Ding ab. Wenn die digitale Verbundenheit entfällt, weil Freunde andere Tracking-Apps nutzen, dann entfällt für viele der wichtigste Anreiz. Wer dagegen die Daten sammelt, um hochgesteckte Ziele zu erreichen, läuft Gefahr von den Dingern abhängig zu werden. mehr…
Quelle: Sciencedirekt.com
Fitness-Falle Internet
Jeder Dritte liest, was Blogger & Co im Netz über Fitness verbreiten. Aber nicht allen bekommt das wie Forscher der australischen Griffith University herausfanden. Sie untersuchten die Wirkung von angeblich inspirierenden Instagram-Posts, in denen Bloggerinnen ihre perfekt gestylten Körper in allerlei Übungssequenzen gepaart mit animierenden Sprüchen präsentieren. Die meisten der 356 dazu befragten Frauen zwischen 17 und 30 waren anschließend mit ihrem eigenen Körper deutlich unzufriedener, hatten ein geringeres Selbstwertgefühl und neigten eher dazu, den virtuellen Idolen durch ungesunde Strategien nachzueifern. mehr…
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es
So viel Fitness braucht der Mensch
- 30 Minuten täglich – mindestens 3 × 10 Minuten ununterbrochene Aktivität – Zwei Stunden in der Woche sind das Minimum **
- 150 Minuten wöchentlich aerobe körperliche Aktivität mit moderater Intensität oder
75 Minuten pro Woche aerobe körperliche Aktivität mit höherer Intensität oder eine Kombination aus beiden Intensitäten*** - 1000 Kalorien pro Woche zusätzlich durch Training und Bewegung verbrennen senkt das Herz-Infarkt-Risiko um 25 Prozent****
- Joggen allein reicht nicht: Zweimal pro Woche sollten alle großen Muskelgruppen durch Training bei einem angemessenen Krafttraining erhalten werden*****
mehr…
**WHO-Empfehlung, Weltgesundheits-Organisation *** Nationale Empfehlungen für Bewegung **** Universität Bayreuth ***** Empfehlung „Gesundes Österreich“
Fitness ist die beste Medizin
Training und Bewegung sind die besten Mittel gegen fast alle Zivilisations-Krankheiten:
- Ausdauer-Training stärkt das Herz und stabilisiert den Kreislauf, der auch die entferntesten Körperzellen mit Blut und Nährstoffen versorgt
- Kraft-Training verhindert den natürlichen Muskelabbau, der altersbedingt ab 30 einsetzt und pro Jahr ein Prozent der Muskulatur abbaut
- Ausreichend Bewegung wirkt den Folgen des Bewegungsmangels entgegen und verhindert so Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck
* Quelle: Wikipedia